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USA: Landesweite Homo-Ehe rückt näher

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Entscheidung einer niedrigeren gerichtlichen Instanz stehen gelassen, dass eine Beschwerde gegen die Ablehnung eines durch eine Volksanstimmung erwirkten Verbotes von Ehen schwuler und lesbischer Paare unzulässig ist. Gleichzeitig hat der Gerichtshof eine Regelung als verfassungswidrig zurück gewiesen, gemäß derer die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika in Bundesstaaten verheirateten schwulen und lesbischen Paaren nicht die Privilegien verheirateter Paare zukommen ließ.

 

Nicht nur können künftig in Californien erneut schwule und lesbische Paare heiraten, sondern die Ehen schwuler und lesbischer Paare sind auch durch die US Regierung nunmehr vollauf anzuerkennen.

 

Die Zeit für eine landesweite Einführung der Homo-Ehe rückt damit näher, wobei diese Einführung durch die Gesetzgebung oder durch die Rechtsprechung erfolgen mag. Jedenfalls ist es schwerlich vorstellbar, dass ein Zustand von Dauer sein wird, gemäß dessen homosexuelle Menschen in den unterschiedlichen Bundesstaaten der USA bezüglich ihres Heiratsrechtes unterschiedlich behandelt werden.

 

Während fundamentalistische Hassgruppen in den USA, wie protectmarriage.com, weiterhin alle Kräfte bündeln werden, um die Gleichberechtigung homosexueller Menschen aufzuhalten, ist bereits jetzt absehbar, dass sie ihren Kampf verlieren werden. Die komplette Gleichberechtigung homosexueller Menschen in den USA liegt vielmehr zum Greifen nahe und  wird in wenigen Jahren unumstößlich sein.

 

Deutschland hinkt seinerseits hinterhinkt, wird aber durch das Verfassungsgericht ebenfalls langsam in die Richtung von Gleichberechtigung vorangetrieben. Sicher zu erwarten ist, dass dieser Prozess auch durch die internationale Ausstrahlung der US Praxis gefördert werden wird.

 

Während Obama sich international, auch in Afrika, als Protagonist von Rechten für Homosexuelle darstellt und diese auch einfordert, begeht er allerdings mittels der Tötungen durch Drohnen, der anhaltenden illegalen Inhaftierungen in Guantanamo, der rücksichtlosen Verfolgung von Whistleblowern, wie Edward Snowden und  Bradley Manning,  und der weltweiten Überwachung unserer aller Kommunikation schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, die durch seinen Einsatz für die Rechte homosexueller Männer und Frauen nicht außer Kraft gesetzt werden können.

 

Der enorme Fortschritt für die Umsetzung der Menschenrechte durch die Einführung des Heiratsrechtes für Homosexuelle setzt diese Menschenrechtsverletzungen der USA und auch der Obama Administration nicht außer Kraft.

 

Dessen ungeachtet, behalten die neuerlichen Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes der USA eine imminente Bedeutsamkeit. Sie sind Signal für die Unumkehrbarkeit des Weges zur Emanzipation und Gleichberechtigung Homosexueller.

 

Aus pansexueller Perspektive stellt die Gleichberechtigung Homosexueller ihrerseits allerdings wiederum nur einen Teilschritt dar, um das Ziel einer alle partnerschaftlichen Beziehungen zwischen zustimmungsfähigen Menschen anerkennenden Gesellschaft zu erreichen. Pansexuell betrachtet, sollte diese Akzeptanz nicht nur traditionelle Zweier-Beziehungen, sondern ebenso Mehrpersonen- und polyamoröse Beziehungen mit einbeziehen.

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