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Verfassungsgericht zwingt Bundesregierung zur Gleichstellung

Angela Merkel hält an Diskriminierung homosexueller Menschen und Beziehungen fest (Foto: Armin Linnartz)

Weiterhin lässt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel im Hinblick auf die Behandlung homosexueller Menschen und Paare durch ihre Regierung durch das Bundesverfassungsgericht ganz gemäß des – im übrigen tierfeindlichen – Sprichwortes  wie die „Sau durchs Dorf" treiben. 

 

Wohl weniger aus echter Überzeugung als aus parteitaktischem und machtstrategischem Kalkül hält Angela Merkel nach wie vor an dem durch ihre Regierung errichteten Bollwerk gegen die Gleichberechtigung homosexueller Menschen und Partnerschaften fest.  Dass sie damit Menschenrechte und Menschenwürde der Betroffenen mit Füßen treten lässt, scheint sie nicht zu beunruhigen.

 

Jedenfalls wird die Merkel Regierung nun nicht umhin kommen, sofort die steuerrechtliche Diskriminierung homosexueller Partnerschaften zu beenden und sie am Ehegatten –Splitting  teilnehmen zu lassen. Nach wie vor lässt die Merkel-Regierung aber homosexuellen Paaren das Heirats-Recht verweigern und sie wehrt sich weiterhin entschieden gegen die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare, womit sie – wie alle vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen – Kindern nicht hilft, sondern ihnen schadet. 

 

Doch bereits jetzt ist erkennbar, dass der Tag in nicht allzu ferner Zukunft kommen wird, wo homosexuelle Paare, Kinder und Familien nicht mehr unter dieser menschenunwürdigen Politik zu leiden haben werden. Wenn nicht Angela Merkel oder ihre Nachfolgeregierung selbst, wird es womöglich das Bundesverfassungsgericht sein, welches  der Diskriminierung homosexueller Menschen , Paare und Familien  endlich, längst überfällig und für alle Zeiten ein Ende bereiten wird.

 

Wahrscheinlich ist der verbissene Kampf konservativ-klerikaler Kreise gegen die Gleichberechtigung homosexueller Menschen motiviert von ihrer Furcht, dass die Gleichberechtigung homosexueller Partnerschaften zu weiteren grundlegenden Veränderungen des gesellschaftlichen Bildes von Partnerschaft, Sexualität, Liebe und Familie führen wird.

 

Diese Furcht ist nicht unberechtigt:

 

Tradierte Vorstellungen von Geschlechterrollen, sexueller Orientierung und Partnerschaft befinden sich in den demokratischen Ländern in Auflösung. Immer mehr wird die tatsächliche Vielgestaltigkeit hinter der scheinbaren Dualität der beiden Geschlechter entdeckt. Transsexualität, Intersexualität, Homosexualität und Bisexualität werden vermehrt als gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten aufgefasst. Eine pansexuelle Orientierung entsteht in der  Gesellschaft, die auch in individuellen Beziehungsmodellen von Menschen unter der Überschrift „love knows no gender“ zum Ausdruck kommt.

 

Die sich im Heute und Morgen progressiv durchsetzende Gleichberechtigung homosexueller Menschen und ihrer Beziehungen von bereits übermorgen veraltet und rückständig sein, weil es dann nicht nur um die gesellschaftlicher Anerkennung heterosexueller und homosexueller Beziehungen, sondern um die Anerkennung aller partnerschaftlichen Beziehungen und Familienmodelle von Menschen gehen wird, einschließlich von Mehrpersonen- und polyamorösen Beziehungen, die homosexuell, heterosexuell, bisexuell oder pansexuell gelebt werden können.

 

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